Radreise Neuseeland 2007
Nach dem Ich nach der Australienreise aus dem Jahr 2000 noch fünf Wochen in Neuseeland war und mein Fahrrad nur zu Gast dort war, war mir damals schon klar, das ich hier nochmal hin muß, und zwar mit dem Rad.
Da ich erst Mitte Januar die Tour startete beschloss ich auf der Südinsel anzufangen. Das Risiko schlechteres kühleres Wetter im März im Süden zu haben schien mir zu groß. Auf der gesamten Reise hatte ich eigentlich sehr schönes Wetter. Insgesamt kam ich auf zwölf Regentage. Einheimische versicherten mir, das dieses Jahr besonders Nass wäre.
Die Südinsel ist besser mit dem Rad zu bereisen als die Nordinsel, der Verkehr ist nicht zu stark und obwohl die Berge viel höher sind wie auf der Nordinsel lässt es sich wesentlich einfacher fahren. Es gibt sehr viele flache Stücke, selbst die Pässe über die Südalpen haben eher moderate Steigungen. Ganz anders die Nordinsel, da geht es die meiste Zeit bergauf und bergab mit oft sehr harten Steigungen, Rollercoaster Road.
Ein Problem in Neuseeland ist der starke Verkehr und die fehlende Erfahrung der Neuseeländer mit Radfahrern. In Neuseeland fahren nur wenige Menschen Rad. Oft überholten mich Trucks mit über 100 km/h nur mit einen Abstand von höchstens 50 cm. Oft blieb mir nichts anderes übrig als vom Rad zu springen. Viele fanden das lustig, ich eigentlich nicht so.
Wer in Neuseeland die Einsamkeit sucht, ist dort fehl am Platz. Der größte Teil Neuseelands besteht aus privaten Land und die Zäune reichen nur wenige Meter von der Straße. Ich sag dazu 'Ganz Neuseeland ist eine groß Farm'. Das Betreten von privaten Gelände ist in Neuseeland absolut verboten. So war es zum Teil sehr schwer einen Platz zu finden um in Ruhe zur Toilette zugehen.

Vielleicht denken viele die das lesen 'Oh Gott!'. Nein, Neuseeland ist ein sehr schönes Land, mit einer einmaligen atemberaubenden Landschaft und sehr netten liebenswerten Menschen. Die Radtour durch Neuseeland war eine sehr positive Erfahrung für mich.

Wichtige Info:
Mein verwendetes Kartenmaterial war der Neuseeland Roadatlas
Für Neuseeland gibt es einen Radreiseguide "Paddelers Paradise"für die Nordinsel und einen für die Südinsel. Ein absolutes Muß für jeden Radler, mit Höhenprofil für die meisten Straßen in Neuseeland. Allerdings hab ich von einigen Radlern gehört, das es vergriffen war, es ist besser ihn vorher übers Internet zu bestellen.
Im Outdoorbereich gibt es sehr gute Sachen zu kaufen und oft viel günstiger wie bei uns. Ich habe viele Teile meiner Ausrüstung, außer die am Fahrrad, in Neuseeland gekauft.
In der folgenden Karte habe ich die bei mir herrschenden Windbedingungen eingezeichnet.
Die Südinsel hab ich von Christchurch im Uhrzeigersinn gefahren und die Nordinsel von Süden nach Norden.
Reiseroute Nordinsel Neuseelands
Reiseroute Südinsel Neuseelands
geradelte Kilometer insgesamt 5200 km
geradelt auf der Südinsel 3200 km
geradelt auf der Nordinsel 2000 km

In der nachfolgenden Ansicht sind die Wegpunkte gekennzeichnet an denen ich jeden Abend mein Zelt aufgestellt habe. GPS macht es möglich.
Startseite
Radreisen
Ausrüstung
Tipps
Interessante Links
Impressum
Auf Wunsch kann ich auch die GPS - Daten der Tour per e-mail schicken (ab Mitte März). Die Daten können dann mit jeden Garmin - GPS eingelesen werden. Allerdings sind die Daten nur für den privaten Anwender und dürfen nicht für komerzielle Zwecke verwendet werden.
Tourbeschreibung
Diese Tourbeschreibung ist aus meinen früheren Blog
Nach ca. 39 Stunden unterwegs, bin ich total erschoepft in Christchurch angekommen.
Blick auf die Alpen der Suedinsel.
Das Fahrrad ist trotz unsanfter Behandlung durch das Flughafenpersonal ausser paar Kleinigkeiten heile geblieben.
Das Wahrzeichen von Christchurch. "Wiener Wuerste" vom "Fritz"
Rakaia Hut und Rakaia Gorge im Sueden von Christchurch
"Unter Schafen" Der Schaefer dem ich diese Tiere von dem Rest der Herde getrennt hatte, fuerte mir noch eine persoenliche Show mit seinen Hund vor. Die Neuseelaender sind sehr nette Menschen.
Das Wetter ist sehr unbestaendig, es regnet sehr oft und heftig.
Am Lake Tekapo angekommen, blies ein ziemlich starker Wind, der sich in der Nacht zu einen starken Sturm entwickelte. Das war kein heulen, sondern ein bruellen. Als die Neuseelaender im Zelt nebenan anfingen zu beten und viele in Ihre Autos fluechteten, wurde mir schon etwas warm in der Hose.
Lake Pukaki mit Mount Cook (Aoraki 3754m), der hoechste Berg Neuseelands